Demokratie auf Probe

Dialog statt Monolog – Demokratie auf Probe

Prävention statt Intervention

Theaterpädagogische Bildungsangebote in kreativer Form

Projektträger:
AdRem Jugendtheater gUG in Kooperation mit dem Kriminalpräventiven Rat Ludwigshafen und BASF SE

Projektart

Theaterpädagogische Prävention eingebettet in den Regelunterricht – theatrales Lernen als Bestandteil moderner, ganzheitlicher Prävention und Bildung.

Exposé: Dialog statt Monolog – Demokratie auf Probe

Ein interaktives Forumtheater-Projekt zur Stärkung der Partizipationskompetenz.

1. Das Konzept

Demokratie ist kein Zustand, sondern eine Übung.

Im Projekt „Dialog statt Monolog“ nutzen wir das Theater als Labor, um soziale Konflikte und Machtstrukturen im geschützten Raum zu untersuchen. Anstatt über Demokratie nur zu reden, machen wir sie körperlich und rhetorisch erlebbar.

2. Zielgruppe und Rahmenbedingungen

Zielgruppe
Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 12

Dauer
ca. 90 Minuten (Test- / Kompaktformat)

Teilnehmerzahl
Klassenverband oder SV-Gruppen mit bis zu ca. 30 Personen

Methodik
Forumtheater nach Augusto Boal, Statusarbeit und biographisches Rollenspiel

3. Ablauf des Workshops

Der Workshop ist in drei Phasen gegliedert. Diese führen vom spielerischen Einstieg bis zur Entwicklung konkreter Handlungsalternativen.

Phase A: Körperliche Sensibilisierung

Eisbrecher

Durch Übungen wie die „Status-Linie“ reflektieren die Jugendlichen ihre eigene Wirkung und das Spiel mit Macht.

Im spielerischen Kontrast zwischen „Nein-Sagen“ und der Methode „Ja, genau – und außerdem …“ erfahren sie unmittelbar den Unterschied zwischen Blockade und konstruktivem Dialogfluss.

Phase B: Die Problem-Show

Die Szene „Der Ausschluss“

Das Herzstück ist eine vorbereitete Szene, die ein typisches Schul-Dilemma zeigt:

Der Konflikt um die Raumnutzung zwischen einem „Silent Room“
(Bedürfnis nach Rückzug / Religion) und einer E-Sport-AG
(Prestige / Trend).

Hier erleben die Schüler das Scheitern von Kommunikation durch Zeitdruck, Handykonsum und eine autoritäre Intervention der Lehrkraft.

Phase C: Die Intervention

Das Forum

Unter Anleitung des „Jokers“ (Moderator) wird das Publikum aktiv.

Die Schüler rufen „Stopp!“, betreten die Bühne und ersetzen die Protagonisten. Dabei erproben sie live:

  • Wie bilde ich Mehrheiten für mein Anliegen?
  • Wie begegne ich autoritärem Verhalten respektvoll, aber bestimmt?
  • Wie finde ich Kompromisse, die beide Seiten einbeziehen?

4. Pädagogische Ziele

Lerneffekte

  • Prävention: Erkennen von Ausgrenzungsmechanismen und Machtmissbrauch
  • Demokratiebildung: Einüben von Argumentationsketten und Interessenausgleich
  • Selbstwirksamkeit: Die Erfahrung, dass die eigene Stimme eine festgefahrene Situation verändern kann
  • Transfer: Konkreter Bezug zum Schulalltag, zur SV-Arbeit und zur Klassengemeinschaft

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